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Wahrheit oder Pflicht

Diese Variante ist kein eigenes Spiel, sondern das gewohnte Guess-Ladder-Brett mit sieben zusätzlichen Feldern darauf. Gespielt wird ganz normal: Schätzfragen, 20 Sekunden, Platzierung, Rutschen, Wetten. Nur landet man zwischendurch auf einem Feld, das eine Frage oder eine kleine Aufgabe verlangt – und das kostet keine Felder, sondern nur Überwindung.

Wo die Felder liegen

ArtFelder
Wahrheit5, 10, 15 und 24
Pflicht7, 17 und 23
Wettfelder12, 20 und 28
Rutschen9 → 5 und 27 → 23

Anders als im Standardmodus wird hier keine zufällige Karte gezogen – die Verteilung ist in jeder Partie dieselbe. Das ist Absicht: Wer das Brett kennt, sieht kommen, worauf er zusteuert.

Auch wer über eine Rutsche auf einem Wahrheits- oder Pflichtfeld landet, löst es aus. Feld 23 ist genau so ein Fall: Die Rutsche von 27 endet auf einem Pflichtfeld.

Wie eine Karte abläuft

  1. Drei verdeckte Karten erscheinen. Du siehst nur die Rückseiten und weisst nicht, was daraufsteht.
  2. Du wählst eine aus. Sie wird für alle sichtbar aufgedeckt.
  3. Einmal überspringen ist erlaubt. Pro Runde darfst du eine Karte ablehnen und bekommst eine andere. Danach gilt, was kommt.
  4. Weiter geht es normal. Die Karte verändert deine Position auf dem Brett nicht – weder vor noch zurück.

Wahrheitskarten stellen persönliche Fragen an die Person, die auf dem Feld steht. Pflichtkarten geben eine kleine Aufgabe, die vor der Gruppe erledigt wird. Beides ist auf Freundesrunden ausgelegt, in denen man sich kennt.

Was das mit dem Spiel macht

Der Reiz liegt darin, dass die Felder nichts kosten. Du kannst nicht verlieren, weil du auf einem Wahrheitsfeld gelandet bist – du wirst nur gefragt. Dadurch wird die Position auf dem Brett doppeldeutig: Ein guter Vorstoss kann dich mitten in ein Feld setzen, dem du lieber ausgewichen wärst, und ein schwacher Zug bewahrt dich davor.

In der Praxis heisst das: Die Partie läuft langsamer als der Standardmodus, weil nach jedem ausgelösten Feld erst einmal geredet wird. Rechne mit dem Doppelten der üblichen Spielzeit – und plane es als Abendprogramm, nicht als schnelle Runde zwischendurch.

Hinweise für den Abend

Es ist ein Spiel für Leute, die sich kennen

Mit Fremden funktioniert die Variante schlecht. Die Fragen setzen voraus, dass die Runde einen gemeinsamen Hintergrund hat.

Das Überspringen ist da, um benutzt zu werden

Eine Karte pro Runde darf abgelehnt werden, ohne dass es etwas kostet. Niemand muss etwas beantworten, das ihm unangenehm ist.

Für gemischte Runden lieber der Standardmodus

Wenn du dir nicht sicher bist, ob alle mitmachen wollen: Der normale Guess-Ladder-Modus hat dasselbe Brett ohne diese Felder – und die Variante lässt sich für die nächste Partie jederzeit einschalten.

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